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Der Dekalog, ist er noch aktuell?
 
 

In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Wirtschaftliche Ausbeutung, zunehmende Gewalt in jeglicher Form, es wird gelogen und im Namen Gottes Kriege angefangen.

Sind dies nicht alles Gründe sich an die 10 Gebote  zu halten?

Sicherlich ist der  Dekalog schon sehr alt und da drängt sich die Frage auf, ob er heute überhaupt noch gültig sein kann.

Der Dekalog entstand ca. 1200 v. Chr.. Er war, aber nicht einfach da, sondern hat sich über Jahrzehnte entwickelt. Vor dem Dekalog, den wir heute kennen, gab es noch einige Vorformen: z.B. den sichemitischen Dodekalog, eine altertümliche Fluchreihe[1] oder eine Zwölferreihe[2], die den heutigen 10 Geboten schon sehr nahe kommen.

Und so sieht der heutige Dekalog aus:

Ich bin der Herr dein Gott.

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Du sollst den Namen des Herrn nicht verunehren.
  3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst nicht lügen.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.
 

Wenn nun jeder Mensch versuchen würde die Gebote einzuhalten, hätten wir so manches Problem nicht auf der Erde. Sicherlich würde die Atheisten den Einwand bringen „ daran sollen sich mal nur die halten, die auch an Gott glauben. Zugegeben, die ersten drei Gebote regeln das Verhalten der Menschen gegenüber Gott, aber dann bleiben immer noch Gebot vier bis zehn übrig, an die man sich halten kann, auch wenn man nicht gläubig ist.

 

Wie oben schon erwähnt wurde: “Ist der Dekalog überhaupt noch aktuell?“. Das er noch aktuell ist, zeigt sich an vielen Beispielen. Auf zwei möchte ich näher eingehen.

Zunächst einmal am 5. Gebot „Du soll nicht töten.“ Ganz klar es verbietet den direkten Mord, denn schließlich hat jeder Mensch das Recht auf Leben. Aber hinter diesem Gebot steckt noch viel mehr. Nämlich auch die körperliche Unversehrtheit eines jeden Menschen. Somit schließt das Gebot auch Vergewaltigung, Folter, Terrorismus Entführung und Abtreibung mit ein, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Und sehen Sie sich in der Welt doch um: Die Abtreibungen nehmen zu, aber auch der Terrorismus. Und leben wir in einem friedlichen Miteinender ?

 

 Als zweites Beispiel wäre das 7. Gebot zu nennen. Auch hier liegt es scheinbar auf der Hand, was es verbietet. Diebstahl. Doch betrachtet man auch dieses Gebot näher kommen noch ganz andere Dinge zum Vorschein. Es bedeutet zum einem, dass man sich an Verträge hält, die man gegeben oder abgeschlossen hat. Zum anderen bedeutet es auch, einen maßvolleren und verantwortungsbewussten Umgang mit den Schätzen der Erde, wie z.B. Wasser.

Außerdem bezieht sich das Gebot auch auf moderne gesellschaftliche Probleme, wie Zahlung von ungerechten Löhnen; Spekulationen mit dem Wert von Gütern, um aus dem Schaden anderer Gewinn zu ziehen; Fälschung von Schecks und Rechnungen; Steuerhinterziehung; Betrug im Handel; Ausbeutung von Ländern usw..

Früher hatten wir die Kolonialherrscher, heute haben wir die multinationalen Konzerne die Kapital aus den „Schwächeren“ gewinnen. Und wir haben die Niedriglöhne im ostasiatischen Raum.

 

Diese Beispiele zeigen ganz klar, dass die 10 Gebote nicht eingestaubt und veraltet sind. Zeigt es nicht, dass wir in unserer Welt Regeln brauchen, damit das Leben in friedlichen Bahnen verlaufen kann?

Sicher gibt es Leute, die sagen, dass man in seiner Freiheit eingeschränkt wird. Doch sind diese Regeln nicht eher eine Bereicherung in unsrem Leben, in unsrer Gesellschaft, um einen verantwortungsbewussten Umgang miteinender zu gewährleisten? 

 Wir sollten es zumindest versuchen.



[1] Nachzulesen in der Bibel Deut. 27, 15

[2] Nachzulesen in der Bibel Lev. 19, 11

7.1.08 18:06
 


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bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


katha (8.1.08 17:06)
hey hanni,
also ich bin natürlich etwas anderer meinung (muss ich ja sein, sonst gibts ja nichts zu diskutieren :P)

also zunächst ist mir natürlich gleich einmal die tatsache zuwider, dass es gerade die zehn gebote sein müssen, nach denen wir uns richten sollen. ich bin hald irgendwo auch ein bisschen atheist und halte von dieser absolutierung überhaupt nichts.
ohne zweifel sollte man nicht morden und nicht stehlen. aber dazu brauch man nun wirklich keine zehn gebote. wozu gibt es denn ethik und moral? zumal es ja -wie du selbst sagst - eigtl nur auf sieben der gebote ankommt. das ist doch schon das nächste problem: suchen wir uns nur die gebote raus, die in unsere aktuelle ideologie passt?

außerdem interpretierst du die gebote. das ist deine interpretation. man kann nicht pauschal sagen, dass mit "du sollst nicht töten" auch den umgang mit vergewaltigungen regelt. das steht da nicht. und es ist auch nicht offensichtlich. obwohl man vll als gläubiger davon ausgehen will. aber es steht da so nicht.

die werte, die das christentum und die zehn gebote vermitteln, sind im großen und ganzen durchaus erstrebenswert. allerdings finde ich persönlich, dass die perspektive etwas anders sein sollte. es geht nicht um den dekalog sondern um die werte. und die werte sollen natürlich omnipräsent und allzeit aktuell sein. ob die zehn gebote als solche nun wirklich aktuell sind? darüber lässt sich streiten, glaub ich. ich glaubs.


Hochtel (Autorin) (8.1.08 18:18)
Liebe katha
zu naechst einmal moechte ich sagen, klar koennte es reichen, wenn wir eine ethik und moral halten. aber sind ethische moral vorstellungen nicht auch so etwas wie regeln? und haelt sich jemand daran? - zumind. nicht alle. und sind die 10 gebote nicht auch so etwas wie ethische moral vorstellungen aus christlicher sicht.

zweitens habe ich nict gesagt, dass es nur auf 7 gebote darauf ankommt, sondern die ersten 3 gebote sind fuer die christen genauso wichtig, wie alle anderen gebote. die letzten 7 k;nnen auch die atheisten anerkennen, da sie ja nicht direkt etwas mit dem glauben an gott zu tun haben.
diese geboten sollten fernab jeglicher aktuellen ideologie gelten.
drittens ist das nicht nur meine persoenliche interpretation, sondern auch die des katholischen kirche (nachzulesem im kath. katechismus, t.w. auch bei Luther)

ich denke durch aus , dass der dekalog noch aktuell ist den die geschilderten probleme ziehen sich alle durch die menschl geschichte und es kommen noch weitere dazu.
mein vorschlag
stelle einen regel- oder wertekompley auf der deiner meinung nach eine alternative yum dekalog bildet.
auf deine loesung waere ich sehr gespannt.



katha (8.1.08 23:10)
nabend hähnchen :P

dann heißt die frage also ausformuliert:
ist der dekalog (und dessen interpretation für die katholiken im katechismus stehend, für die protestanten im lutherbuch, und für atheisten nur die letzten sieben betrachtend) noch aktuell?

und die frage würd ich trotzdem mit nein beantworten. der dekalog ist nicht aktuell, weil er für die bauern vor der aufklärung da war als orientierung. weil wir heute mündig sind und ja weil wir ein moralbewusstsein haben. das unwiderstreitbar bei einigen weniger ausgebildet wurde - aber richten sich solche dann nach den zehn geboten?

wie wäre es mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte? „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“
Das beinhaltet -etwas interpretiert- ja auch, dass man keine entscheidungsgewalt über anderer leute gut und leben hat, da alle menschen gleich an rechten sind und keiner über einem anderen steht.

diese formulierung finde ich aktueller, da sie gefühlmäßig schon nicht so propagandistisch und religiös angehaucht ist und darüberhinaus kein befehl ist ( -->"du sollst" - bei einem befehl gibt es übrigens immer die option ihn zu verweigern!), sondern ein grundsatz.


Hochtel (9.1.08 18:37)
Liebe katha,
ich eher das gefühl, dass du im grunde nichts gegen die 10 gebote hast, sondern eher gegen den religiösen hintergrund.
und was ist, wenn man sagt die 10 gebote basieren auf den menschenrechten oder dem naturrecht. sie wurden damals eingeführt um das zusammenleben der juden berreichern.


katha (10.1.08 17:45)
ja, ok mach mers so
da könnt ich ewig weiterdiskutieren und würde nie nachgeben, .. oder doch?

ich mein, wie soll ich was gegen die aussage "du sollst nicht töten" haben? ich hab was gegen die formulierung, die verwendung, die interpretation und die herkunft. dennoch kann ich nicht ernsthaft behaupten, dass ich gegen diese aussage an sich bin und damit quasi dafür wäre, dass man tötet. is ja kwatsch.

nichtsdestotrotz hast du recht.. n bisschen Nächstenliebe und Respekt vor anderen würde unserer Welt glaube ich ganz gut tun


Hochtel (10.1.08 18:28)
liebe Katha,
schön das wir wenigstens ein bisschen einig geworden sind. schon ein stückchen mehr harmonie. bis zur nächsten hitzigen diskussion. freu mich schon.


Uli / Website (24.1.08 14:34)
Hey Hannah,
mit Interesse habe ich Deine Äußerungen und Begründungen zu den zehn Geboten hier gelesen und kann mich aber doch nicht ganz eines Kommentares enthalten.
Du schreibst den Dekalog als christliche Wertgrundlage auf und bringt ihn mit dem Naturrecht in Verbindung. Das mag ja aus heutiger Sicht schön sein und macht uns alle ein bisschen fröhlicher und freundlicher. Doch steht hinter dem eigentlich jüdischen Zehn-Gebote-Komplex ein anderer Hintergrund.
Das orientialische Recht ist positivistisch. Das heißt, es ist aufgezählt, ganz explizit, was man wann und wie und wo in welchem Fall machen soll. Sich zehn Grundverbote und -regeln zu merken, ist da eine Vereinfachung, so wie in unseren Köpfen eben auch verankert ist: "Ich darf nicht bei Rot über die Ampel, ich darf niemanden erschießen und ich darf meinen Laden am Sonntag nicht aufmachen."
Das einzige naturrechtliche ist "du sollst nicht töten", was,w ie du sagst, das Zusammenleben vereinfacht. Seltsamerweise schließt das ursprüngliche Gebot die Todesstrafe nicht aus. Es heißt nur, dass man niemanden totschlagen oder ermorden soll. Mehr gibt das Hebräische an dieser Stelle nicht her. Luther geht dann auch sehr frei damit um.
Wären Jesus und Paulus die zehn Gebote so ungemein wichtig gewesen, hätten sie diese ins Zentrum ihrer Lehre gestellt. Jesus aber forderte den puren Menschenverstand, die Vernunft auf - mit dem Doppelgebot der Liebe, was eben "n bisschen Nächstenliebe und Respekt vor anderen" enthält.
Jesus ist sogar häufig dargestellt, wie er gegen den Dekalog verstößt (2,3,4,7). Und Paulus sieht das mit dem Feiertag auch recht locker...
achja.. und das mit den "keinen anderen Göttern" ist eine polytheistische Aussage und sagt nur, dass JHWH alleine angebetet werden will, nicht noch mit Baal und den anderen zusammen. Damit verbietet ein Jude sich übrigens die Dreifaltigkeit... ^^

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