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Ich bin arm, aber reich an Worten!

Warum Ich schreibe? - Um Etwas zu bewegen!

 



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Begrüßung

Willkommen auf meiner Seite mit einem kunterbunten Mix an Themen, aber am besten ihr lest selbst!

Viel Spaß!

Und es gibt noch etwas Neues! Schaut mal in das allgemeines Allerlei!

9.1.08 18:40


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S-Bahngeschichte 2 - Zivilcourage - Und es gibt sie doch!

 

Als ich neulich mit der S-Bahn zu meiner Arbeit gefahren bin, ist etwas fantastisches- nein bewundernswert mutiges, ist wohl der bessere Ausdruck passiert.

Die S-Bahn war voller Leute und so war auch unser Vierersitz – Bereich vollbesetzt. Ich fand mich in Gesellschaft zweier jüngerer Herren, die gegenüber von mir saßen und eines mittelalterlichen Mannes der neben mir Zeitung las wieder.

Als hinter uns, bzw. im Rücken von dem zeitungslesenden Herren und mir ein Streit zwischen einem Mann und einer Frau entbrannte. Mein erste Gedanke war:“ Wenn die verheiratet sind..., die haben aber nette Umgangsformen...“ Um was es in dem Streit ging war nicht so leicht heraus zu hören, da die Frau nur gebrochen Deutsch sprach und auch der Mann hatte eine leichten Akzent. Er schrie die ganze Zeit die Frau an, sie solle raus und leise sein und er will Anzeige erstatten. Wie arg der Mann die Frau bedrängt hat, weiß ich nicht, da ja alles hinter mir passierte.

Interessant war auch zu beobachten wie die einzelnen Fahrgäste auf die Auseinandersetzung reagierten, die meisten versuchtes den Streit zu ignorieren und hielten die Blicke auf ihre Zeitung oder ihr Buch gerichtet. Auch ich muss zu geben, dass ich unangenehm berührt war und dachte:“ hoffentlich hört es bald auf „ und „ vielleicht sollte/ muss jemand mal eingreifen“.

Doch dann stand einer der jungen Männer von mir gegenüber auf und der andere folgte ihm gleich und sie schlichteten gemeinsam. Es stellte sich heraus, dass es kein Ehepaar war. Die Frau hatte sich wohl an der Tasche des Mannes vergriffen, aber das ist nicht so wichtig in Anbetracht der Zivilcourage, die die beiden Männer leisteten. Ich war überrascht und beeindruckt über den Mut und das Engagement und man kann sich daran nur ein Beispiel nehmen, damit unser tägliches Miteinander friedlich und gewaltfrei abläuft.

Ich für meinen  Teil werde es zumindest versuchen.

 

9.11.08 15:03


S-Bahngeschichte 1 - Lara und die Großen Worte

Es gibt fast nichts unterhaltsameres als eine Fahrt in der S-Bahn. Man trifft jeden Tag aufs Neue andere Menschen. Selten kommt es vor, dass man sich zweimal begegnet. Bunter zusammengemischt kann die Menschheit auf einen Schlag gar nicht sein, höchstens bei internationalen Treffen. In der S-Bahn treffen sich die unterschiedlichsten Nationalitäten, Sozialschichten, Menschen jeden Alters, Kleine und Große, Dicke und Dünne, Hässliche und Schöne, Freundliche und Unfreundliche. Und weil so viel pures Leben aufeinander prallt gibt es immer etwas zu beobachten... zu erleben.
Neulich ist mir wieder etwas Interessantes passiert. Bei einer Haltestelle steigt eine Mutter mit zwei Kindern ein, das eine offensittlich ihre eigene Tochter Johanna, das andere Mädchen ist die Freundin von Johanna, die ich Lara nenne, weil mir ihr echter Name entfallen ist. Kaum haben sie ihre Plätze eingenommen fängt Lara an zu erzählen: „Es gab doch früher eine Mauer zwischen Ost- und West-Berlin und darüber kenne ich eine Geschichte von einem Jungen, der einen Spielzeugpanzer mit in die DDR-Schule nahm... .“ Als Lara ihre Geschichte mit dem Jungen beendet hat, erzählt sie von Potsdam, das sie besucht hat. Es fallen Begriffe wie Architektensiedlung, Rhinozeros, Sebelzahntiger , Mammut und Neandertaler, denn in Potsdam gibt es sowohl eine Architektensiedlung, als auch beim Potsdamer Bahnhof  aufgestellte Plastikdinosaurier, die Johanna bestimmt gefallen hätten.
Was denkt sich wohl der stille Beobachter und Zuhörer, also ich? Nun ich fing erstmal an zu überlegen wie alt mag Lara schon sein? Ich schätze sie einmal auf sechs/sieben Jahre also erste Klasse Grundschule. – Habe ich da schon mal etwas über eine Berliner Mauer gehört? Das sind  doch erst Themen in den höheren Schule.  –
Ich denke mir Lara ist, was ihr Gehirn angeht weit entwickelt, ein hochbegabtes Kind.
Als die Bahn nun an meiner Endstation anhielt, verlasse nicht nur ich den Zug, sondern auch die Frau und die zwei Mädchen. Beim Aussteigen raunt mir die Mutter ins Ohr. „ Das war jetzt eine kleine Geschichtsstunde.“
„Das stimmt. In welcher Klasse ist sie den?“ frage ich und schaue auf Lara.
„Noch gar nicht, das ist es eben“
„Aber woher weiß sie dann die ganzen Sachen. Ich wusste von der Berliner Mauer in diesem Alter noch nichts.“
„ Ihr Vater ist ein ‚Geschichtsprof’ .“
„ Ah, nun ich habe mich schon gewundert“
 
Das ihr Vater ein Geschichtsprofessor ist erklärt so einiges, aber das erklärt nicht warum Lara all diese Großen Worte wie Mammut, Architektensiedlung, und Berlinermauer auch richtig in ihrem Kopf behält. Vielleicht ist sie doch eine begabtes Kind... .
Wieder einmal ist mir eine interessanter Mensch begegnet und wieder einmal werde ich sie nicht wieder sehen oder vielleicht doch... .
Bis auf nächstes Mal in der S-Bahn
29.8.08 13:17


Die Hecke lebt!

 

Es ist Sommer! Und das bedeutet Freibadzeit. Also war auch ich neulich im Freibad, um das Wetter und  kühle Nass zu genießen. Ich schlenderte in die hinterste Ecke des Freibades, breitete mein Handtuch aus und setzte mich darauf. Das Ende der Liegewiese wird von einer großen Hecke abgegrenzt, die in ihrem satten Grün erstrahlte.

Da lag ich nun, Nichts ahnend, dass noch etwas passieren könnte. Denn im Freibad passiert zwar allerhand, aber Nichts außergewöhnliches. Kinder tollen herum, gestresste Eltern, Jugendliche die immer in ganzen Pulken antreten, entspannte Rentner und natürlich darf die Fußballfraktion auch nicht fehlen. Und wo wird im Freibad Fußball gespielt? – Dort, wo die Besucher von den gebolzten Bällen nicht gestört werden, also in der hintersten Ecke des Bades, bei der großen Hecke. Und wer liegt da? – Genau Ich! Nach dem ich den Bällen erfolgreich aus dem Weg gehen konnte, in dem ich sie einfach ignorierte, machte ich doch einer interessante Beobachtung:

Drei Jungs spielten Fußball, dass heißt sie schossen sich den Ball gegenseitig zu. Einmal kräftig, einmal etwas sanfter. Nun einer von ihnen schoss den Ball weit und kräftig, das dieser in der Hecke (Begrenzung der Liegewiese, nur zur Erinnerung) landet. Aber das macht nichts, denn aus einer Hecke fischt man ganz leicht Bälle heraus, das müssen sich zumindest die drei Jungs gedacht haben, als sie sich mit guter Gewissheit den Ball zu finden zur Hecke begaben, doch da hatten sie die Rechnung ohne die Hecke gemacht. Nach etwa fünf Minuten war der Ball immer noch nicht aufgetaucht und man muss dazu sagen, dass es ein ganz neuer Ball war. Es hilft alles nicht jetzt mussten die Jungs „ab durch die Hecke“ und schauen was auf der anderen Seite dieser Begrenzung ist. Aus meinen Beobachtungen konnte ich schließen: „ Hier ist der Fußball auch nicht“. Dann sucht man am besten „in der Hecke drin“ und erforscht das Innenleben dieses großen grünen Ungeheuers. Die Hecke wird auf Herz und Nieren geprüft, um doch noch den Fremdkörper entfernen zu können. Nach einer zwanzigminütigen Suchaktion war das grüne Gewirr von Blättern durchleuchtet, aber der Ball nicht gefunden. Die Jungs gaben auf. Meine Theorie ist, dass die Hecke lebt und ab und zu einen Ball verschluckt. Irgendwie ist das doch verständlich. Im Sommer kommen tagtäglich fußballbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene und spielen in der hintersten Ecke des Freibades Fußball und des Öfteren bekommt die Hecke einen harten Ball genau in ihre Magengrube geschossen. Und wer schon einmal von einem Ball getroffen wurde – ich erinnere mich schmerzhaft an einen Handball der mich mitten im Gesicht getroffen hatte und ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen sollte - , der weiß wie sich die Hecke fühlen muss. Da ist es doch nicht verwunderlich, dass sie manchmal die Bälle verschluckt, damit weniger dieser runden Geschosse auf der Welt sind.

Ich kann nur alle warnen, die im Freibad mal eine ruhige Kugel schieben wollen: Hütet euch vor den großen grünen Hecken!

3.7.08 14:53


Filmtipp - St. Jacques ... Pligern auf Französisch-Ein Film von Coline Serreau

 

Wie kommt man dazu eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostelo zu machen? – Sicherlich  würden die meisten Menschen sagen, dass man dies aus seinem Glauben heraus tut oder vielleicht auch zur Selbstfindung.

Ja, das sind wohl die häufigsten Gründe, so aber nicht für das spezielle Geschwister-Trio, das sich so überhaupt nicht leiden kann. Die Pilgerfahrt treten sie nur an, um an das Erbe ihrer Mutter zu gelangen, die genau wusste, was sie mit der Klausel „ Pilgerfahrt“ in ihrem Testament bezweckte.

Also machen sich die Drei auf, um mit sechs weiteren Personen die Reise zu machen.

Für die Einen ist es das Geld, für die Anderen eine überwundene Krankheit oder auch das Lesen –Lernen, das Abitur oder die Liebe, weshalb sie die Pilgerfahrt machen. So treffen auf dieser Reise unterschiedliche Charaktere mit den verschiedensten Beweggründen aufeinander. Ganz klar, dass da Konflikte vorprogrammiert sind.

Die Pilger geraten an ihre Grenzen und dabei spielt das „sinnlose“ Laufen keine unwesentliche Rolle. Das Bewältigen bzw. Scheitern der extremen Situationen schafft Sympathie für die Figuren und zwingt den Zuschauer trotz tragischem Hintergrund zum Lachen.

Der Weg ist das Ziel und dieses Sprichwort erfahren die Wanderer am eigenen Leib. Auch für den Zuschauer wird dieser Weg mit wunderbaren Momentaufnahmen von Natur und Menschen in Szene gesetzt.

Wie die Figuren die Pilgerreise überstehen und ob sie ihr Leben in den Griff bekommen........... „Geht doch selbst ins Kino und lasst euch verzaubern!“

 Danke Idda fürs Co-Writing!

 

15.5.08 23:38


MAL ETWAS ANDERES?!

Max Raabe ein Musiker aus Berlin, der mit dem Lied "Kein Schwein ruft mich an bekannt wurde. Er hat eine klassische Gesangsausbildung und ist regelmäßig mit seinem Palast Orchester auf Tour.

Wie auch hier in diesem Video zu sehen, mit einer sehr interessanten und groovigen Interpretation von Tom Jones' Sexbomb.

29.4.08 14:35


Tibet - Eine autonome Provinz Chinas


In Peking finden dieses Jahr die olympischen Sommerspiele statt, doch diesem Ereignis geht ein Schatten voraus. Die Tibeter haben den Kampf gegen die chinesische Herrschaft wieder aufgenommen. Bis jetzt scheint dieser Kampf aber aussichtslos zu sein. Aus Solidarität zu diesem Land, möchte ich einen kleinen Abriss über die Geschichte Tibets wieder geben.

 

Tibet, das auf einer durchschnittlichen Höhe von 4500m liegt und ca. 2,5 Mio. Einwohner hat wurde im 7. Jh. vom Buddhismus geprägt, der sich zum Lamaismus[1] umwandelte.  Im 10. Jh. entstanden neue Orden und neue Schulen, wie zum Beispiel die Gelugpa – Schule, deren Oberhaupt den Titel Dalai Lama trägt. Sie behielt ihre Macht bis 1642 inne.

1720 war Tibet unter chinesischem Schutz, wobei es immer noch eine eigene Regierung hatte.

Tibet verselbständigte sich im Jahre 1911 und wurde ein theokratisch – lamaistischer Staat. Jedoch wurde es 1951 von China besetzt. China setzte verschiedene Maßnahmen durch und verbesserte u. a. die Infrastruktur. Es wurden in manchen Teilen Flugplätze gebaut. Aber es blieb nicht nur bei der Infrastruktur, sondern es wurden auch Säuberungsaktionen gegen antikommunistische Haltungen durchgeführt. Besonders extrem war es unter der Herrschaft von Mao Tse – tung (1949 – 1976 an der Macht): Die religiösen Aktivitäten versuchte man zu unterdrücken und es kam zu etlichen Tempel – und Klosterzerstörungen.

1956 kam es zu Aufständen von seitens der Tibeter gegen die chinesische Regierung, wobei sich die Lage immer mehr zu spitzte.

1959 musste der Dalai – Lama mit 19 Jahren nach Indien ins Exil fliehen, wo er eine tibetische Exilregierung und eine Gemeinde gründete.

87 000 Tibeter sind bei den Aufständen, die die chinesische Regierung gewaltsam niederschlug umgekommen und Zehntausende flohen nach Indien, Nepal oder Butan.

1965 wurde Tibet zu einer autonomen Region Chinas erklärt.

Ab 1979 wurden die Maßnahmen in Tibet etwas gelockert. So fand eine begrenzte Wiederbelebung der religiösen und kulturellen Traditionen statt.

Doch seit 1987 fanden immer wieder tibetische Aufstände gegen die chinesische Herrschaft statt und auch 2008 ist ein Jahr, in dem die Wut und die Verzweiflung der Tibeter Überhand nimmt und die alten Konflikte wieder aufbrechen.

So werden also die diesjährigen Sommerspiele von einem grauen Schleier umhüllt sein, obwohl genau dieses Sportspektakel ein Zeichen der Völkerverständigung ist oder zumindest seinen Beitrag dazu leisten soll und es scheint mir fast so, als würde die Welt diesen Konfliktes einfach so hinnehmen.

„Was will man auch gegen einen so aufstrebenden Wirtschaftspartner unternehmen?“

 

    



[1] Sonderform des Buddhismus; Mönchsreligion

als Lama werden auch die Mönche bezeichnet

6.4.08 20:43


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